KuSG Leimen – HERREN 1 | 79:72

Rückschlag nach schwachem Auftritt in Leimen

Im Bewusstsein um die verpasste Chance verließen die Schönauer Basketballer die Leimener Sporthalle mit hängenden Köpfen: Hätte man mit einem Sieg den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt deutlich auf Distanz gebracht, hat man die KuSG Leimen wieder auf Tuchfühlung herankommen lassen. Das Ziel, nach dem Sieg gegen Baden-Baden vergangene Woche mit breiter Brust aufzutreten, versäumte das Team von Beginn an. Nervosität und Hektik prägten das Schönauer Offensivspiel. Einstudierte Spielsysteme wurden nur schlampig ausgeführt. Einzig und allein ein gutes Umschaltspiel und daraus resultierende Fastbreak-Punkte verhinderten einen Rückstand zur Pause. Bedauerlicherweise besserte sich trotz weiterer guter Vorsätze das Spiel in der zweiten Halbzeit nicht. Im Gegenteil: Zur unstrukturierten Offensive kam noch mangelnde Disziplin in der Verteidigung hinzu, was das Spiel innerhalb weniger Minuten zu Gunsten der Leimener kippen ließ. Da auch ein erhoffter Schlussspurt ausblieb verloren die Schönauer folgerichtig mit 72:79. Was an dieser Stelle nicht über die schlechte Leistung hinwegtäuschen soll, aber dennoch einmal der Erwähnung bedarf, ist die Tatsache, dass das Team ohne hauptverantwortlichen Coach antreten musste. Nachdem sich vor der Saison kein Trainer gefunden hat, muss das Team sein Training selbstständig organisieren und wird in den Spielen von wechselnden Personen betreut. In Leimen stand man zum zweiten Mal diese Saison ganz ohne Coach da. Neben dem Mangel an strukturierter Anleitung beschnitt man sich damit auch spielerischen Potenzials, weil Teammitglieder die Trainer-Aufgaben übernehmen mussten. Für ein Oberliga-Team, welches eigentlich das Potenzial aufbringt in dieser Spielklasse mithalten zu können, ist die Abwesenheit eines hauptverantwortlichen Trainers ein großer Wettbewerbsnachteil.

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